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2015 - Peugeot 204 Cabriolet - Desirée - Restaurierung - Bodenblech

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Nachdem die Restaurierung seit Anfang des Jahres geruht hat (was dem schönen Wetter und den damit verbundenen anderen Freizeitaktiviäten geschuldet war), habe ich nun Hilfe für die Blecharbeiten gefunden.

Mein Kollege, Uli, hat Zauberhände und Erfahrung in der Restaurierung eigener Fahrzeuge. Er hilft mir seit diesem Monat bei den Arbeiten am Fahrzeug, wo mir selbst bislang die Erfahrung fehlt. Insbesondere beim Neuanfertigen und Einsetzen von Blechteilen ist Uli sehr geschickt und hat diesen Monat mit den ersten Arbeiten an Desiree angefangen.

Wichtig für alle, die sich nicht mit den Modellen von Peugeot beschäftigen: Reparaturbleche sind sehr selten und wenn man mal welche findet, sehr teuer. So hätte ich zwar eventuell komplett neue Bodenbleche bekommen. Ich schätze aber mal (ohne nach dem Preis gefragt zu haben), dass man für einen komplett neuen Boden (wenn sowas überhaupt am Markt mal zu finden wäre) mindestens 2.000 Euro bezahlen müsste.

Also hat Uli kurzerhand mal Reparaturbleche in die jeweilige Form gebracht und er ist gerade dabei, diese perfekt in den Boden einzuschweissen

Das war der Fussboden beim Kauf des Fahrzeugs im hinteren Bereich hinter dem Fahrersitz. In Rot eingerahmt der Bereich, der schon bei der oberflächlichen Begutachtung Sorge bereitet hatte

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Nach einer ersten Reinigung mit der Bürste wird es nicht besser
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Unten seht Ihr dann die ersten "Waffen" gegen die Korrosion, die ich mir gekauft hatte.

Deox Geol verspricht, dass man Rost durch "Einpinseln" entfernen kann. Allerdings ist die Einwirkzeit relativ kurz (1-1,5 Stunden), dann muss das Gel mit Wasser abgespült werden und das rostige Blech erneut einer Behandlung unterzogen werden. Wenn ich allerdings schon mal in meiner Halle am Werkeln bin, passen mir diese Zeitfenster im Moment nicht so gut. Ich habe das "Zeug" mehrere Male eingepinselt allerdings dann gut 12 Stunden eintrocknen lassen. Das Gel geht dann nur noch mit der Drahtbürste ab. Für mich also nicht so gut geeignet. Eine grosse Erleichterung war es für mich deshalb eher nicht.

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Das Bodenblech wurde mehrfach mit Deox eingepinselt und dazu intensiv mit der Stahlbürste bearbeitet
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..wieder und wieder
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...irgendwann ging dann kein Rost mehr ab. Die kleinen Poren kann man irgendwann nicht mehr weiter mechanisch bearbeiten - ausser man würde das Blech so abschleifen, dass es dann irgendwann ganz dünn wäre. Ich habe bei der ganzen Behandlung den "Problembereich", der eh neu eingeschweisst werden muss, ausgelassen.
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...dann noch eine intensive Behandlung mit dem Rostumwandler Fertan
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Et voila: Und schon hat man nach nur rund 30 Stunden in der kalten Halle ein blankes Bodenblech
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...wichtig ist mir übrigens, dass die Historie des Fahrzeugs erhalten bleibt. Dort wo das Bodenblech in Ordung ist, habe ich die ursprüngliche Farbe draufgelassen. Es wurde nur dort neu grundiert, wo es notwendig war.
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...der Problembereich wurde dann grosszügig herausgeschnitten. Zwischen diesen beiden Bildern liegt übrigens ein Zeitraum von mehr als 6 Monaten.
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...Blech- und Rostbrocken
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...Für das Bodenblech hat Uli Negativ Modelle in eine Küchenarbeitsplatte geschnitzt. 
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...darauf wurden dann 0.8 mm Bleche in Form gebracht.

Sieht einfach aus, erfordert aber einen Könner !

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...das selbst angefertigte Reparaturblech wurde stumpf mit Schutzgas eingeschweisst. Hier noch ein Bild, wo das Blech noch nicht komplett drin ist und die Schweissnähte nicht verschliffen sind. Den Knick im rechten Bereich konnte man nicht vernünftig biegen. Deshalb wurde ein Schnitt ins Blech gesägt, der dann anschliessend wieder zugeschweisst wird.
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Fertig eingeschweisst und grundiert
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...von unten
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..und fertig: Aufwand: Locker 30 Stunden Arbeit
Kleiner Exkurs: Der Rost hatte sich an dieser Stelle dann auch noch in den Schweller reingefressen. Das hat man erst gesehen, nachdem das verrostete Bodenblech rausgeschnitten war. Auch hier hat Uli Bleche anfertigen müssen.
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